Nach 12 Jahren: Prof. Dr. Christoph Arens verlässt die Universitätsmedizin Magdeburg

Dekanin Prof. Dr. rer. nat. Daniela Dieterich, Prof. Dr. med. Christoph Arens, Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze
Dekanin Prof. Dr. rer. nat. Daniela Dieterich, Prof. Dr. med. Christoph Arens, Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze

Der Klinikumsvorstand der Universitätsmedizin Magdeburg verabschiedet zum 1. August Prof. Dr. med. habil. Christoph Arens, der nach 12 Jahren HNO-Universitätsklinik Magdeburg an die Justus-Liebig-Universität in Gießen wechselt.

Am 1. Oktober 2009 trat Prof. Arens in Magdeburg das Amt des Klinikdirektors und des Ordinarius für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie an. Seitdem leitete er die HNO-Universitätsklinik. Prof. Arens spezialisierte sich in seiner klinischen Tätigkeit vor allem auf die Diagnostik und Behandlung von Kehlkopferkrankungen sowie Tumoren der oberen Luft- und Speisewege. In diesem Zusammenhang baute er das Kopf-/Hals-Tumorzentrum auf und brachte die Zertifizierung der Klinik als auch des Tumorzentrums auf den Weg. Er verfügt über zahlreiche Zusatzbezeichnungen, wie die Manuelle Therapie, Medikamentöse Tumortherapie, Plastische und Ästhetische Operationen und ist Kursleiter der DEGUM im Bereich Kopf-Hals. In seiner Zeit baute er die Endoskopie und die endoskopische Therapie mit nationaler und internationaler Sichtbarkeit aus. Er war Mitglied zahlreicher fakultärer Kommissionen und von 2016 bis 2020 Prodekan für Struktur. 2013 war er Präsident der Norddeutschen und 2019 der Mitteldeutschen HNO-Gesellschaft. Er verhalf der Universitätsmedizin Magdeburg und dem Forschungsstandort Magdeburg zu mehr Sichtbarkeit über die Grenzen Sachsen-Anhalts und Deutschlands hinaus. 2013 bekam er mit seinem Forschungsteam den Hugo-Junkers-Preis für die Entwicklung des Kugelendoskopes. Weiterhin erhielt die HNO-Klinik unter seiner Leitung mehrfach die Auszeichnung für die beste klinische Lehre. Außerdem engagierte sich Prof. Arens auch an zahlreichen Veranstaltungen wie dem "Medizinischen Sonntag, den "Familien-Infotagen gegen Krebs" und informierte ganze Klassenstufen in einer Art Infotainment insbesondere über die Gefahren des Rauchens.

"Wir danken Prof. Arens ganz herzlich im Namen des gesamten Klinikumsvorstandes für alles, was er in seiner Tätigkeit als Klinikdirektor erreicht hat und wünschen ihm für seine neue Aufgabe in Gießen alles Gute", so Prof. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg.

Dekanin Prof. Dr. Daniela Dieterich äußert Verständnis für diese Entscheidung und dankt Prof. Arens für sein langjähriges Engagement: "Ein Ruf zurück an die eigene Alma Mater ist natürlich etwas ganz Besonderes und wir gratulieren Prof. Arens ganz herzlich dazu! Auch, wenn das damit bedeutet, dass die Medizinische Fakultät einen sehr geschätzten Arzt, Hochschullehrer, Wissenschaftler und Menschen verliert. Sein Engagement in den Bereichen Forschung und Lehre war immer äußert wertvoll und zukunftsorientiert und wir danken Prof. Arens sehr für die immer vertrauensvolle Zusammenarbeit."

Ab 1. August wird Prof. Dr. med. Ulrich Vorwerk, der seit 2009 als leitender Oberarzt und stellv. Klinikdirektor tätig ist, die kommissarische Leitung der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie übernehmen. Er war bereits 2008/9 kommissarischer Direktor dieser Klinik.


Foto: (v.l.) Dekanin Prof. Dr. rer. nat. Daniela Dieterich, Prof. Dr. med. Christoph Arens, Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze
Fotografin: Melitta Schubert/UMMD

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