Fett, fett, fett

Wer kennt sie nicht: die wohlschmeckenden Sachen, die kleinen ständigen Versuchungen des täglichen Lebens, den Pommesstand an der Ecke und den Lieblingsgriechen. Doch kein Licht ohne Schatten: zu fettiges Essen schlägt sich auf der Waage nieder und bringt neben der häufigsten "Wohlstandskrankheit“ Übergewicht auch noch andere unangenehme Folgeerscheinungen mit sich.

Denn Übergewicht wiederum ist ein Risikofaktor für die Entstehung ernährungsabhängiger Krankheiten wie Diabetes mellitus, Gicht, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt), aber auch psychische Probleme sind nicht selten. Heute ist bekannt, dass nicht jede Form von Übergewicht gleichermaßen gesundheitsgefährdend ist. Beim Mann ist die Fettablagerung in der Bauchregion - "Apfelform" - ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den Frauen lagert sich das Fett oft in der Hüftregion an - "Birnenform". Diese Art ist jedoch wesentlich weniger gesundheitsgefährdend. Unabhängig von der Form der Fettablagerung sind die Gelenke der unteren Extremitäten einer hohen Belastung durch Übergewicht ausgesetzt. Dies begünstigt Gelenkverschleißerscheinungen, besser bekannt als Arthrose. Zu viel Fett senkt außerdem die Leistungsfähigkeit des Menschen. Fett ist passive Masse im Gegensatz zur aktiven Muskelmasse gesehen. Man schleppt also unnütze Masse mit sich herum. Die Deutschen nehmen jeden Tag die dreifache Menge des normalen täglichen Bedarfs an Fett zu sich. Und dieses meist in Form von tierischem Fett, oft auch versteckt in fetthaltigen Nahrungsmitteln.
Der menschliche Körper speichert das Zuviel an Fett in seinen Fettzellen für vermeintlich "schlechte Zeiten". Aber mal ehrlich, gibt es diese heute noch?!
Fette sind konzentrierte Energielieferanten mit einem Brennwert von 9,3 Kilokalorien pro Gramm Fett. Sie besitzen damit den doppelten Brennwert der Kohlenhydrate und Eiweiße. Man unterscheidet in tierische und pflanzliche Fette. Weiterhin differenziert man zwischen gesättigten, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper selbst aufbauen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind die gesunden Fettsäuren. Der menschliche Körper braucht sie. Man nennt sie essentielle Fettsäuren, das bedeutet, sie sind lebensnotwendig und müssen dem Körper zugeführt werden, da er sie nicht selber produzieren kann.
Hier nun einige Beispiele verschiedener Fette: Pflanzliche Fette: Kokosfett Sojaöl (mehrfach ungesättigt) Olivenöl (einfach ungesättigt) Tierische Fette: Lebertran Milchfett (Butter) Fischöle (z.B. Lachsöl, Makrelenöl) Lipoide (fettähnliche Stoffe): Phosphatide bzw. Phosolipide (Lecithin) Sterole (Cholesterol und Phytosterole) Lipochrome (ß- Carotin) Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren stellen einen Schutzfaktor gegenüber der Arteriosklerose dar. Wichtigste Beispiele hierfür sind Linol- bzw. Linolensäuren (kommen in Sonnenblumen-, Distelöl etc. vor) oder auch das Fischöl der Makrele. Unser Tipp:

  • Essen sie wöchentlich mindestens zwei Fischmalzeiten. Es ist bewiesen, das Japaner, die oft Fisch essen und Eskimos, die sich fast ausschließlich von Fisch ernähren, kaum an Arteriosklerose erkranken und nicht zuletzt dadurch eine höhere Lebenserwartung haben.
  • Bereiten Sie Ihre Speisen möglichst fettarm zu: braten Sie nicht mit Butter, sondern verwenden Sie z.B. Sojamargarine.

Wenn der kleine Hunger kommt: trinken Sie zunächst ein großes Glas Mineralwasser und essen Sie danach einen Apfel, Sie werden staunen, wie das sättigt. Außerdem stärkt Obst die Abwehrkräfte und regt den Speichelfluss,w as wiederum Ihren Zähnen zugute kommt.

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