Organspende: Gedenkpark in Halle erhält zum zehnten Mal Zuwachs durch neue Bäume

Mitteilung vom: 12.09.2017

Ministerin Petra Grimm-Benne: Die Organspende braucht mehr Anerkennung und Wertschätzung in unserer Gesellschaft
Halle (Saale), 12. September 2017. "Die Entscheidung zur Organspende ist eine sehr wichtige. Sie kann das Leben von Patienten retten, die auf eine neue Niere oder Lunge angewiesen sind. Gleichzeitig gibt sie den eigenen Angehörigen Gewissheit, wenn sie zum Willen des Verstorbenen gefragt werden", erklärte Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt. "Der Gedenkpark in Halle will uns mit seinem lebendigen Dasein an die Sinnhaftigkeit der Organspende erinnern. Mit der Pflanzung weiterer Bäume wollen wir ihn wieder ein Stück wachsen lassen. So verdient auch die Organspende mehr Wertschätzung und Anerkennung in unserer Gesellschaft."

Der Park entstand 2008 auf Initiative des Vereins zur Förderung der Organspende e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Halle. Der Park ist bundesweit ein einmaliger Ort, an dem sich Menschen in besonderer Weise mit der Organspende auseinandersetzen können. Gleichzeitig ist er ein Symbol für die Erinnerung und den Dank an die verstorbenen Organspender sowie ein Zeichen der Hoffnung für diejenigen Menschen, die derzeit auf eine Transplantation warten.

Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), betonte: "Mit dem Ausbau des Parks und der Weiterentwicklung des gesamten Holzplatz-Areals wollen wir das wichtige Anliegen der Organspende unterstützen. Denn dieser Ort soll stetig mehr Besucher dazu einladen, sich mit dem Thema Organspende näher zu beschäftigen."

Sozialministerin Petra Grimm-Benne nannte die Bäume "ein Symbol für die Synthese von Himmel und Erde und ein Zeichen für das Leben". Sie nutzte die Baumpflanzung zugleich für einen Appell: "Jeder sollte darüber nachdenken, wie er sich zum Thema Organspende positioniert. Eine Willensäußerung zu Lebzeiten erleichtert im Ernstfall den Angehörigen die Entscheidung, ob Organe des Sterbenden gespendet werden sollen. Um den Wunsch zu wissen, wie verfahren werden soll, ist dann eine Hilfe und auch ein Trost."

"Wir wissen, wie wichtig es ist, die Frage zur Organspende zu Lebzeiten zu treffen", unterstrich Dr. med. Christa Wachsmuth, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Ost. "Wenn im Falle einer möglichen Spende der Verstorbene seinen Willen eindeutig formuliert oder darüber gesprochen hat, entlastet dies die Situation der Angehörigen. Sie können sich im Sinne des Verstorbenen dafür einsetzen, dass Patienten auf den Wartelisten geholfen wird."
"Jeder Spender kann bis zu sieben Menschen das Leben retten. Um die Möglichkeiten für Organspenden zu erkennen und diese der DSO zu melden, brauchen wir die Unterstützung innerhalb der Krankenhäuser", so die Medizinerin. "Nur gemeinsam, können wir durch Organspenden schwerkranken Patienten helfen, die aufgrund einer chronischen Krankheit oder eines Unfalls dringend eine Transplantation benötigen.

Die DSO ist die Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende gemäß Transplantationsgesetz und bietet den rund 1.300 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland umfassende Serviceangebote bei den Abläufen der Organspende an. In der Region Ost (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt) betreuen die Koordinatoren der DSO insgesamt 144 Krankenhäuser.


Zurück