Designer Food – gentechnische Haute Couture?

Die natürlichen Inhaltsstoffe in der Nahrung sind nicht mehr ausreichend - Lebensmittel werden heutzutage auf die Bedürfnisse der Verbraucher zugeschnitten und Obst und Gemüse wandern in das Auswärts. Designer Food ist eine Definition, welche in den USA geprägt worden ist.

Unter dem Begriff  Designer Food versteht man eine durch gezielte Veränderung, Züchtung oder gentechnologisch veränderte Lebensmittelform.

Der Begriff "designer food" ist vom Gesetzgeber nicht definiert und wird teilweise gleichbedeutend verwendet mit anderen Begriffen wie "functional food", "medical food", "novel food". Von der juristischen Seite definiert sind lediglich die Begriffe "Lebensmittel" und "Arzneimittel". In welche Gruppe ein einzelnes Produkt nun einzuordnen ist, muss im einzelnen entschieden werden. Weil diese Lebensmittel über die Ernährungsfunktion hinaus bestimmte Wirkungen aufweisen, sind sie im Grenzbereich zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln anzusiedeln.

Das Hauptziel dieser Lebensmittel ist die gesundheitsfördernde Anreicherung bestimmter Inhaltsstoffe in Lebensmitteln. Oftmals sind dies pflanzliche Substanzen, die nicht direkt als Nährstoffe gelten (wie Kohlenhydrate, Fette), sondern Begleitstoffe, so genannte sekundäre Pflanzenstoffe. Mit diesen Nahrungsmitteln soll gezielte Krankheitsvorbeugung betrieben werden können.

Gentechnologisch veränderter Reis ist in Japan keine Neuheit mehr. So wird dieser Gen veränderte Reis Patienten mit Reisallergie angeboten. Auch für Patienten, die unter Milchzuckerunverträglichkeit leiden, ist bereits vorgesorgt. In der Schweiz entwickelte man eine Milch mit verminderten Lactosegehalt. Sinnvoll, aber noch nicht auf dem Markt erhältlich, sind auch Produkte wie z.B. Milch mit niedrigem Phosphatgehalt für Menschen mit verminderter Nierenleistung. Die Forschung in Europa konzentriert sich überwiegend auf Substanzen, die die Krebsentstehung hemmen oder den Cholesterinspiegel senken und vor Herzinfarkt schützen sollen.

Bestimmte Nahrungsmittel können für den Verbraucher mit einem erhöhten Cholesterinspiegel, insbesondere, wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen, vorteilhaft sein. Aber für den gesunden Menschen hat Functional Food keinen Vorteil, denn es besteht die Gefahr, dass die vermeintlich "gesunden" Nahrungsmittel als Ausgleich einer insgesamt ungünstigen Ernährung verstanden werden.

Wir empfehlen: Verlassen Sie sich lieber auf die gesunden Nährstoffe im frischen Obst und Gemüse!

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