Functional Food

Probiotischer Joghurt, Brot mit Omega-3-Fettsäuren senkt Ihren Cholesterinspiegel, Milchsäurebakterien verstärken Ihr Immunsystem und halten Fremdeinflüsse von Ihnen fern und und und.... Lebensmittel sollen heutzutage nicht nur satt machen und gut schmecken, sondern idealerweise auch einen gesundheitlichen Nutzen haben. Die Vermarktung von Functional food ist zur Zeit der Renner und Functional Food belohnt den Konsumenten laut Werbeversprechen mit einer Extraportion Gesundheit.

An dieser Stelle sollte man sich fragen, ob Functional Food wirklich das verspricht, was in der Werbung angepriesen wird oder ob man mit dem schlechten Gewissen der Konsumenten zum Erfolg gelangen möchte.

Was ist eigentlich Functional Food ? Eine einfache Frage - doch so einfach zu beantworten ist sie ganz sicher nicht. Seit der Existenz der Idee, Lebensmittel mit einem "Zusatznutzen" auszustatten, ist man weltweit auf der Suche nach einer zusammengehörenden und verbindlichen Definition des Begriffs "Functional Food".
Functional Food kam erst sehr spät auf den Tisch der deutschen Verbraucher.
Daher traten auch sehr spät Diskussionen über die Begriffsklärung auf.
Eng mit dem Thema Functional Food ist der Bereich "Medizin & Gesundheit" verbunden.

Laut Produkthersteller erfüllt Functional Food folgende Aufgaben:

  • funktionelle Lebensmittel sollen einen zusätzlichen Anteil für den Verbraucher aufweisen, der über den normalen Nährstoffinhalt eines Lebensmittels hinausgeht. 
  • Verbesserung des eigenen Gesundheitszustandes
  • Verringerung des Risikos an bestimmten Krankheiten
  • Erhalt eines angemessenen Körpergewichts 
  • Regulierung des Blutzuckerspiegels 
  • Regulierung der Blutfettwerte

Kann Functional Food seine Versprechen erfüllen?

  • Bei Functional food sollte es sich ausschließlich um übliche Lebensmittel als Bestandteil der täglichen Mahlzeiten handeln - und keine Nahrungsmittelergänzung
  • Die Modifikation muss einen für den Verbraucher konkreten nachweislichen Nutzen über die übliche Nährstoffversorgung hinaus bieten. Erst dann ist es möglich, Produkte als funktionell zu identifizieren und gegenüber anderen Produkten abzugrenzen.

Eskimos haben beispielsweise ein geringeres Herzinfarktrisiko, welches auf die Ernährungsweise zurückzuführen ist. Man führte dieses Ergebnis darauf zurück, dass Eskimos sich zum großen Teil von fettreichem Fisch ernähren. Das Fischöl
enthält viele Omega-3-Fettsäuren. Als nun weiter festgestellt wurde, dass die durchschnittliche tägliche Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren in Deutschland unter der empfohlenen Dosierung liegt, kamen findige Produkthersteller bald darauf, Lebensmittel mit den ungesättigten Fettsäuren anzureichern. Ob die verschiedenen Functional Foods, die bisher im Handel erhältlich sind, einen wirklichen Zusatznutzen für den Verbraucher bieten, ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen. Auch der endgültige Beweis der Wirkung auf den menschlichen Organismus steht in den meisten Fällen noch aus. Solange es keine gesetzlich verankerten Kriterien für Functional Food vorliegen, kann der Verbraucher durch falsche Versprechungen auf den Verpackungen der Lebensmittel getäuscht werden, denn über die Anforderungen an Lebensmittel, die das Etikett "gesundheitsfördernd" tragen dürfen, herrschen innerhalb der EU noch große Kontroversen.  Erst 2003 soll eine neue Richtlinie herausgegeben werden, die festlegt, welche Substanzen in welcher Menge in unseren Lebensmitteln enthalten sein dürfen. Würde man Functional Food den gleichen strengen Richtlinien wie Medikamente etc. unterordnen, wären die entsprechenden Lebensmittel weit überteuert. So besagt das deutsche Lebensmittelgesetz, dass die  gesundheits- oder krankheitsbezogene Werbung mit Heilversprechen auf dem Etikett verboten ist.

Unser Tipp: Verlassen Sie sich nicht auf die vielversprechenden Wirkungsweisen der Functional Food - Produkte. Frisches Obst, Gemüse, Fisch und Sport versprechen eine höhere Wirkungsweise und ein langes, gesundes Leben.


 

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