Wacholder

Der stachlige Wacholderstrauch gehört zu den Zypressengewächsen und gedeiht hierzulande in lichten Wäldern und auf sonnigen Heideflächen. Der Wacholderstrauch kann bis zu 10 Meter hoch werden und trägt im Herbst schwarzblaue und dicke Scheinbeeren, die kräftig duften. Der Wacholder ist eine sehr alte Heilpflanze, die vor allem bei Gicht und Harnsteinen, Verdauungsbeschwerden, Reizhusten, aber auch als Mittel zur Blutreinigung eingesetzt wurde.
Bereits Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) schwor auf die heilende Kraft der Wacholderbeere. Die Beeren, welche reich an Vitamin C, ätherische Ölen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren angereichert sind, können im Herbst geerntet und gleich frisch verwenden oder im Freien trocknen werden. Wacholder hat stark harnantreibende Eigenschaften, wirkt entgiftend, entzündungshemmend, blutreinigend und immunstärkend. Die Pflanze regt außerdem die Durchblutung der Schleimhäute von Bronchien und Darm an.

Äußere Anwendungsgebiete:

  • Gelenkschmerzen
  • chronische Hauterkrankungen
  • Ischiasbeschwerden
  • Rheuma, Gicht

Innere Anwendungsgebiete

  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Krämpfe
  • Leber- und Gallenbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Entzündungen der Harnwege
  • Nierengrieß, Harnsteine
  • Reizhusten
  • chronische Bronchitis
  • Entzündungen der Atemwege
  • grippale Infekte
  • Blutreinigung

Wacholderbeeren können Sie entweder selbst sammeln oder getrocknet in der Apotheke kaufen. Bitte beachten Sie, dass Sie Wacholderbeeren grundsätzlich nicht im Übermaß essen, da sie - neben den heilsamen Inhaltsstoffen - auch verschiedene Reizstoffe enthalten. Außerdem dürfen Sie Wacholderbeeren nicht länger als 3 bis 6 Wochen anwenden. Wichtig ist, dass Sie während der Einnahme von Wacholderbeeren viel Wasser trinken. Bei chronischen Nierenentzündungen und in der Schwangerschaft darf Wacholder nicht angewandt werden.

Tee aus Wacholderbeeren: Diese Anwendung empfiehlt sich bei Nierengrieß und Harnsteinen, aber auch bei chronischen Hauterkrankungen. Dazu müssen Sie 1 Teelöffel getrocknete Wacholderbeeren zerstoßen. Übergießen Sie das Pulver mit 1 Tasse kochendem Wasser und lassen Sie alles 10 Minuten ziehen, anschließend abseihen. Trinken Sie 3 Wochen lang jeweils 3 Tassen täglich.

Wacholderbeer-Tinktur: Ein wirksames Mittel bei akuten Erkrankungen der oberen Atemwege und des Darms. Geben Sie ca. 20 Gramm getrocknete Wacholderbeeren in 100 ml 70%igen Alkohol und lassen Sie diese Mischung 8 Tage zugedeckt stehen. Anschließend gießen Sie die Flüssigkeit durch ein Sieb in ein Tropf-Fläschchen. Wir empfehlen eine Tagesdosis von 3 x 10 Tropfen täglich. Sie können die Tinktur auch als Umschlag (1:1 mit Wasser verdünnt) auf schmerzende Gelenke legen

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